Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Beispielrechnung

BEISPIELBERECHNUNG FÜR EIN ERSTSTUDIUM

Albert Zweistein studiert seit WS 2004/2005, zunächst 2 Semester auf Lehramt Mathematik/Physik an der Universität Leipzig. Da ihm das Lehramt doch nicht zusagt, beginnt er im WS 2005/2006 ein Studium Mathematik/Diplom an der Martin-Luther-Universität in Halle. Dieses wiederum bricht er nach 4 Fachsemestern zu Beginn des SS 2008 ab. Ein Urlaubssemester im SS 2006, das er zum Auslandsstudium nutzt, das aber nicht als Fachsemester angerechnet wird, ist eingeschlossen. Nach einem Semester des Müßiggangs will Albert Zweistein es noch mal wissen und beginnt im WS 2008/09 ein Physikstudium (zunächst mit Abschlussziel Bachelor und dann Übergang zum Masterstudium, da Diplom nicht mehr angeboten wird), das bis zum jetzigen SS 2013 andauert. Somit befindet er sich jetzt im 17. Hochschulsemester und im 4. Fachsemester Physik/ Master. Insgesamt hat er also bisher 17. Hochschulsemester inklusive eines Urlaubssemesters studiert. In einem Semester, dem Sommersemester 2008, hat er das Studium mit Exmatrikulation unterbrochen, dieses Unterbrechungssemester zählt nicht als Hochschulsemester.

A. Berechnung der gebührenfreien Studienzeit

Regelstudienzeit des aktuellen Studienganges Physik gem. Prüfungsordnung (bei Studium im konsekutiven Masterstudiengang wird die Gesamtregelstudienzeit aus Bachelor und Master zugrunde gelegt)

10  Semester

+    4  Semester Überschreitungszeit

somit gebührenfreie Studienzeit

=   14 Semester

B. Berechnung der Semester, die auf die gebührenfreie Zeit anzurechnen sind

bisherige Hochschulsemester
17 Semester

Urlaubssemester
_ 1 Semester

Wechsel des Studiengangs bis zum Ende des zweiten Semesters zu Beginn des Studiums ?

_ 2 Semester

Zählsemester im aktuellen Semester

=   14 Semester

C. persönliche Berechnung zum Eintritt der Gebührenpflicht

gebührenfreie Studienzeit (aus A.)
14 Semester

Zählsemester (aus B.)  
- 14 Semester

Differenz
= 0 Semester

aktuelles Semester:                            SS 2013

in C. ermittelte Semesterzahl               0 Semester

somit gebührenfrei bis                         SS 2013

Die Gebührenpflicht tritt ein ab dem     WS 2013/14


Wenn das kommende Semester noch nicht in die Gebührenpflicht fallen würde, wäre keine weitere Prüfung erforderlich. Wenn dagegen  die Gebührenpflicht eintritt wie hier, können Befreiungstatbestände geltend gemacht werden:

D. Hinausschieben der Gebührenpflicht

•   Pflege und Erziehung von Kindern, höchstens bis zum Erreichen der doppelten Regelstudienzeit

Während seines Studiums und im Unterbrechungssemester hat sich Albert Zweistein ein Jahr um seine am 01.10.2007 geborene Tochter gekümmert, bis er sich von der Mutter des Kindes trennte und diese am 01.10.2008 mit Kind aus der gemeinsamen Wohnung auszog. Das Semester, in dem er sowohl studierte, als auch sein Kind betreute (WS 2007/08) wird ihm angerechnet

Die Gebührenpflicht beginnt mit dem Semester WS 2013/14 (aus C.)
und ist um 1 Semester (max. 10-4=6 Semester ) hinauszuschieben (bis SS 2014).

•   aktive Mitarbeit in Hochschulgremien sowie Fachschaften, soweit dieses in der maßgeblichen Prüfungsordnung nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet wird, höchstens jedoch zwei Semester

Zum WS 2006/2007 wurde Albert Zweistein für ein Jahr als studentischer Vertreter in den Senat gewählt und legt ein Schreiben des Rektorates vor mit Bestätigung der aktiven Teilnahme in diesem Gremium. Entsprechend § 2 (2) der Gebührenordnung bei Regelstudienzeitüberschreitung der Martin-Luther-Universität wird für ein Jahr Gremientätigkeit die Gebühren um ein Semester hinausgeschoben.

Die Gebührenpflicht beginnt - berücksichtigt man die Kindererziehungszeit oben - mit dem SS 2014 (aus C. und D 1.) und ist um 1 Semester hinauszuschieben.

Die Gebührenpflicht beginnt mithin mit dem Semester  WS 2014/15


Wenn nach Berücksichtigung aller Hinausschiebetatbestände zum Wintersemester 2014/15 grundsätzlich die Gebührenpflicht eingetreten ist, kann Albert Zweistein noch Tatbestände, die zur Nichterhebung oder Erlass der Gebühren führen, geltend machen.

E. Wegfall der Gebührenpflicht

•   Beurlaubung im WS 2014/15

•   Bezug von BAföG-Leistungen im WS 2014/15

=> in einem Urlaubssemester bzw. einem Semester mit Bezug von BAföG-Leistungen werden keine Gebühren fällig

F. Anerkennung eines Härtefalles

•   studienzeitverlängerndeTatbestände, die der/die Studierende nicht zu   vertreten hat

  1. studienzeitverlängernde Auswirkungen einer Behinderung oder schweren Erkrankung
  2. studienzeitverlängernde Auswirkungen aufgrund der Belastung als LeistungsathletIn im A-oder B-Kader, als national oder international herausragende/r NachwuchsmusikerIn oder als KunstpreisträgerIn (national oder international)
  3. studienzeitverlängernde Folgen als Opfer einer Straftat

•   unzumutbare Härte wegen besonderer Umstände des Einzelfalles, insbesondere bei wirtschaftlicher Notlage in zeitlich unmittelbarer Nähe zum letzten Abschnitt der Abschlussprüfung

=> bei Anerkennung eines Härtefalles können die Gebühren  erlassen  werden.

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